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Friedensschüler im Gespräch mit KZ-Überlebenden

Geschrieben von den Schülern Sören Hilbers,

Tobias Schlegel und Roland Rheindt

Während der Projektwoche der Friedensschule Lingen haben Überlebende von Konzentrationslagern die Gruppe „Lingen im Nationalsozialismus“ besucht. Die zwei polnischen Überlebenden Stefan Sot (geboren 1931) und Wieslawa Borysiewicz (geboren 1929) erzählten den Schülerinnen und Schülern, wie sie ihre Zeit im Konzentrationslager überlebten. Nach dem gescheiterten Warschauer Aufstand 1944 war nicht nur ein großer Teil der Stadt zerstört, sondern mehr als 60.000 Bewohner wurden von den Deutschen in Konzentrationslagern deportiert. Eine von ihnen war Frau Borysiewicz, die zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern nach Auschwitz-Birkenau gebracht wurde. Die SS riss hier die Familie auseinander, der Vater kam ins KZ Natzweiler im Elsass, wo er später umkam. Beim Näherrücken der Ostfront begannen im Januar 1945 die sogenannten „Todesmärsche“, bei denen man die noch kräftigen KZ-Häftlinge – unter ihnen Frau Borysiewicz  mit ihrer Mutter und ihrer Schwester – von der SS nach Westen getrieben wurden. Nach einer Irrfahrt durch Ostdeutschland wurden sie in der Nähe von Berlin von den Sowjets befreit.

Ähnlich erging es Stefan Sot: Nach seiner Verhaftung verbrachte er kurze Zeit in Auschwitz, wurde dann in das KZ Mauthausen (Österreich) verschleppt. Im Nebenlager Melk musste er Zwangsarbeit verrichten. Er wurde im April 1945 von amerikanischen Truppen befreit.

Sowohl Herr Sot, als auch Frau Borysiewicz berichteten eindrucksvoll von der schrecklichen Zeit im Konzentrationslager. „Sie hatten kaum etwas zu essen, keine Medizin und müssten immer Angst haben, von einem SS-Mann getötet zu werden“, äußerte sich der Schüler Sören Hilbers. Beide Zeitzeugen mahnten die Schüler noch, dass so etwas nie wieder geschehen soll. „Man darf die Geschehnisse von damals nicht vergessen“, urteilte die Schülerin Marieke Meß.

Auf den Spuren der Moorsoldaten - Friedensschüler machen Gedenkstättenfahrt nach Esterwegen

Einen ausführlichen Bericht über die Fahrt findet Ihr unter Schulleben (-> FB GSW)!

MinT-Betriebsbesichtigung bei der Firma Krone in Spelle

Am 09.06.15 haben die MinT-Mädchen der Kl. 7 gemeinsam mit Frau Eckart und Frau Wolf die Firma Krone in Spelle besucht. Was wir dort erlebt haben, berichtet Lorena aus der Kl. 7e:

„Als wir auf dem Firmengelände ankamen, wurden wir direkt freundlich empfangen. Daraufhin gingen wir zu einer Art Saal, indem sich bereits Getränke und kleine „Willkommensgeschenke“ befanden.

Es begann eine kurze Präsentation zum Thema: „Was ist die Firma Krone und was stellt sie her?“ Dabei wurden wir auch damit vertraut gemacht, dass die Firma Krone weltweit exportiert und außer Landmaschinen noch andere Nutzfahrzeuge herstellt. Und dann gingen wir über zur Praxis. Bei einem kleinen Rundgang wurde uns das Firmengelände gezeigt. Hauptsächlich die Hallen, in denen die einzelnen Bauteile hergestellt werden. Wir haben gesehen, wie Teile lackiert werden und wie sie am Ende zu einer funktionstüchtigen Maschine zusammengesetzt werden.

Alles in allem war es ein sehr lehrreicher und interessanter Tag bei der Firma Krone.“

Wir möchten uns noch ganz herzlich bei Frau Gerdes für den netten Empfang und vor allem bei der Auszubildenden Franziska für die tolle Führung bedanken.

Wir kommen gerne wieder!


Werkstatttage am BTZ Lingen

Vom 01.06.2015 bis zum 12.06.2015 waren unsere Realschulklassen des 8. Jahrgangs im Rahmen einer Berufsorientierungsmaßnahme zu Gast im BTZ Lingen, um dort jeweils vier von ihnen gewählte Berufsfelder praktisch zu erproben.

In den Bereichen Bau, Bürowesen, Elektroinstallation, Farbe/Raumgestaltung, Floristik, GaLa-Bau, Gastronomie, Haarpflege/Kosmetik, Zimmerei/Holz, Informationstechnik, Kfz, Kunststoff, Mediengestaltung, Metall, Lager/Logistik, SHK, Verkauf und Zweirad-Technik konnten sie erste „handfeste“ Erfahrungen sammeln. Aber seht selbst…


"Wo die Römer eins auf die Mütze bekamen!"

Friedensschüler besuchten das Varusschlachtmuseum in Kalkriese

Bei strömendem Regen konnten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6e und 6m der Friedensschule Lingen gut nachvollziehen, wie sich die Römer wohl gefühlt haben müssen. Auch bei ihnen soll im Jahr 9 nach Christus, als sie durch die germanischen Wälder irrten, richtig schlechtes Wetter gewesen sein. Doch anders als der römische Feldherr Varus und seine drei Legionen hatten die Schüler mehr Glück: Ihr Programm fand im Kindermuseum und in der Ausstellung statt – also im Trockenen und Warmen. Hier lernten sie, wie Römer und Germanen lebten. „Wir haben gelernt, wie man sich damals anzog“, erzählte die Schülerin Emily Gels, die für kurze Zeit in die Rolle einer germanischen Frau schlüpfte. Dabei konnten sie schon vieles aus dem Unterricht erzählen. So konnte der Schüler Janis Taubken berichten: „In Geschichte hatten wir schon vorher gelernt, wie die Germanen lebten und was für Häuser sie bauten.“ Der Schüler Erik Bartolomei durfte sogar die Rüstung eines römischen Legionärs anlegen – natürlich als schülergerechte Miniatur. „Trotzdem war sie sehr schwer“, meinte Erik.

Anschließend wurden die Sechstklässler durch die Ausstellung mit den archäologischen Funde, die man auf dem Schlachtfeld in Kalkriese gemacht hatte, geführt. „Der Arminius war ja ganz schön schlau, weil er die Römer in eine Falle lockte, sonst wären wir heute vielleicht auch römisch“, erklärte Lilli von Melle

Besonders erstaunte sie die Reitermaske: „Die lag ja fast 2000 Jahre in der Erde und sieht trotzdem noch so gut aus“, so der Schüler der 6e, Noah Frerich.

Holocaust-Zeitzeuge Bernard Grünberg besucht die Friedensschule

Am 11. Juni 2015 besuchte Herr Grünberg die Friedensschule und erzählte Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 über sein Leben im Dritten Reich als Jude in Deutschland und seine Flucht nach England.

Der heute 92-Jährige schilderte die dramatischen Ereignisse, die sein Leben bis heute prägen:

Er floh mit 16 Jahren nach England, was ihm wohl das Leben rettete. Seine Eltern und Schwester wurden deportiert und im Konzentrationslager ermordet. Er sah sie nie wieder.

Heute lebt Herr Grünberg in England und engagiert sich mit aller Kraft für das Gedenken an die Millionen ermordeter Menschen durch das Nazi-Regime.

Trotz seines hohen Alters hält er wöchentlich Vorträge, wie auch an unserer Schule.

Besonders bemerkenswert war es zu erleben, wie heiter und lebensbejahend Herr Grünberg ist und wie eindrucksvoll er aus seinem Leben erzählen kann. Alle Schülerinnen und Schüler hörten sehr konzentriert zu und stellten im Anschluss Fragen, die Herr Grünberg offen beantwortete.

Herr Grünberg, wir danken Ihnen für den ganz besonderen Moment, den Sie uns bereitet haben. Wir wünschen uns sehr, dass Sie auch im nächsten Jahr unsere Schule bereichern werden.

Projektwoche an der Friedensschule


Projektwoche in der Friedensschule als Abschluss des Schuljahres unter dem Motto

„In 20 Stunden mit der Friedensschule um die Welt“.

Es wurde gemalt, gebastelt, geritten, genäht, geforscht, gebacken, gekocht...

Man fuhr mit dem Fahrrad durch das Emsland, und mit dem Bus zum Tierpark nach Rheine. Themen wie „Drogen und Alkohol“, „Kinder in Afrika“ und „Fairtrade“ wurden bearbeitet. Eine Gruppe erprobte Sportspiele im Wald, eine andere ruderte mit dem Ruderverein LRG.

Diese und viele andere Projektthemen beschäftigten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern für vier Tage. Das Ergebnis war eine Präsentation, zu der alle Eltern und Freunde der Friedensschule eingeladen waren. Am Freitagnachmittag gab es nicht nur viel zu sehen, sondern auch zu probieren und einige Gruppen konnten auch eigene Produkte verkaufen, wie z. B. das „Schokoladenprojekt“, das leckere Pralinen, und die Gruppe „Duftreise“, die Cremes und Seifen hergestellt hatten. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Aufführung eines Musicals, das vier Projektgruppen – Tanz, Theater, Gesang und Band – miteinander entwickelt und einstudiert hatten.


Besuch des Musicals "Emil und die Detektive"

Langsam füllten sich die Reihen der Meppener Freilichtbühne an diesem bewölkten Vormittag für die Schulvorstellung des Kindermusicals „Emil und die Detektive“.

Wir waren mit 115 Schülern aus den fünften Klassen dabei. Als wir die vielen Grundschüler erblickten, wussten wir nicht, ob wir hier wirklich richtig sind. Aber die humorvolle Inszenierung, die Spielfreude der Schauspieler und die fetzigen Songs zogen uns sofort in ihren Bann. Die Antwort war schnell klar. Ja, wir sind hier richtig.

Wir bangten um Emil, der die lange Reise nach Berlin zu seiner Großmutter alleine meistern sollte. Und vor allem um sein Geld, das ihm während der Fahrt gestohlen und mit Hilfe der Berliner Jungs wiedergefunden wurde.

Wir freuten uns alle, dass diese Tat nicht unbestraft blieb.